Seine journalistische Laufbahn startete Köppel Ende 1987 bei der „Neuen Zürcher Zeitung“ (NZZ). 1995 wechselte er zum «Tages-Anzeiger», wo er bald Chefredaktor des «Tages-Anzeiger-Magazins» wurde. 2001 bekam er das Angebot, die damals serbelnde «Weltwoche» zu führen. Innert drei Jahren machte der zuvor schwere Verlustbringer wieder Gewinn. 2004 wechselte Roger Köppel als Chefredaktor zur renommierten deutschen Tageszeitung «Die Welt»; er ist der einzige Schweizer, der jemals eine große deutsche Tageszeitung leiten durfte. Das war für ihn eine enorm faszinierende Zeit. Er lernte sehr viele internationale Politiker persönlich kennen und auch die Europäische Union von innen.
Da die «Weltwoche» nach seinem Abgang wieder in die Verlustzone rutschte, wurde er angefragt, ob er die Zeitung als Unternehmer übernehmen wolle. Es war ein Risiko, aber die Chance musste er packen. Er investierte sein ganzes Vermögen und verschuldete sich mit Bank-Krediten. Seit 2007 ist Köppel 100-prozentiger Eigentümer, und es ist gelungen, das Traditionsblatt trotz Wirtschaftskrise und Anzeigenflaute profitabel und erfolgreich zu führen. Die «Weltwoche» ist heute ein Blatt mit klar bürgerlich-liberaler Ausrichtung, aber auch mit größter Offenheit für andere Standpunkte. Das ist Köppels Credo: klare Linie, aber immer offen für andere Sichtweisen.
2004 gewann Roger Köppel als parteiloser Journalist den «Liberal Award» der Zürcher Jungfreisinnigen. 2006 wurde er als Schweizer «Journalist des Jahres" ausgezeichnet. 2010 durfte er in Berlin als erst vierter Schweizer den renommierten «Ludwig Erhard Preis für Wirtschaftspublizistik» entgegennehmen.
Roger Köppel ist verheiratet mit Bich-Tien, Volkswirtschafterin mit Abschluss an der Universität St. Gallen (HSG). Sie haben vier Kinder, Karl, Viktor, Anna und Paul.
2015 trat Köppel erstmals in seinem Leben in eine Partei ein. Er wählte die Schweizerische Volkspartei (SVP), weil nur diese Partei vorbehaltlos zur Schweiz und ihrer großartigen freiheitlichen Staatsform stehe.
2015 wurde Roger Köppel auf der Liste 1 der SVP des Kantons Zürich mit dem besten Resultat in den Nationalrat, das eidgenössische Parlament, gewählt. Vier Jahre später wurde er wiederum mit dem Spitzergebnis bestätigt. Er wirkte bis zu seinem Rücktritt aus dem Nationalrat 2023 acht Jahre lang als Mitglied der Außenpolitischen Kommission.
Veranstalter: NEMA Entertainment GmbH, Alfred-Hess-Straße 18 A, 99094 Erfurt